Dienstag, 16. Juni 2009
Star Wars – Knights of the Old Republic
Im Zuge der Entwicklung von Star Wars – The Old Republic kam ich nicht drum herum mal wieder Knights of the Old Republic zu installieren und zu spielen. Wobei ich hier erstmal nur vom ersten Teil rede, welcher mein persönlicher Favorit der beiden Knights-of-the-Old-Republic-Spiele. Selbst aus heutiger Sicht meiner Meinung nach immer noch eines der besten Star Wars Spiele wie auch eines der besten PC-Rollenspiele überhaupt.
Gründe dafür sind die sehr gute Story, die sich vom Rest des Star Wars Universums zur damaligen Zeit abgesetzt hat, in dem es die Handlung 4000 Jahre in die Vergangenheit gezogen hat. Die mandalorianischen Kriege sind vorbei, jedoch ist damit kein Frieden eingekehrt, denn einige Jedi, die wider der Entscheidung des Rates in den Krieg gezogen sind, sind der dunklen Seite der Macht verfallen. Unter der Führung von Revan und Malak versuchen sie ein neues Imperium der Sith aufzubauen und zetteln einen Krieg mit der Republik an. Revan wurde besiegt und nun herrscht Malak, der hinter einer bestimmten Jedi her ist. Hier stößt man dann selbst dazu, als der Raumkreuzer auf dem sie ihren Dienst tun von Malaks Flotte angegriffen wird, da sich die gesuchte Jedi, Bastila, auf dem Schiff befindet. Zusammen mit einem Helden aus dem mandolarianischen Krieg gelingt ihnen die Flucht auf den Planeten Taris, wo das eigentliche Abenteuer beginnt.
Im Zuge des Abenteuers erfahren sie, dass sie Revan waren und die Jedi nach Revans Niederlage, ihr Gedächtnis getilgt haben und zum Schluss haben sie eben die Qual der Wahl zerstöre ich das Universum als wieder auferstandener Sith oder rette ich die Republik als geläuterter Jedi.
Ein weiterer Grund sind die sehr gut gestalteten NPCs, die alle auch eine Geschichte haben, welche man in Gesprächen herauskitzeln kann. Ebenso lässt sich mit dem einem oder anderen NPC eine Romantische Beziehung aufbauen.
Die Grafik ist natürlich auch hervorragend und obwohl schon älter, immer noch sehr gut in meinen Augen.
Ebenfalls gefällt mir, dass man erstmal als Normalo anfängt und später erst Jedi wird. Nicht wie im zweiten Teil, wo man schon von Anfang an einen Jedi spielt.
Ich kann es also jedem nur empfehlen diese Spiel sich mal irgendwo zu besorgen und es zu spielen, sei es nun auf der alten X-Box oder auf dem PC.
Gründe dafür sind die sehr gute Story, die sich vom Rest des Star Wars Universums zur damaligen Zeit abgesetzt hat, in dem es die Handlung 4000 Jahre in die Vergangenheit gezogen hat. Die mandalorianischen Kriege sind vorbei, jedoch ist damit kein Frieden eingekehrt, denn einige Jedi, die wider der Entscheidung des Rates in den Krieg gezogen sind, sind der dunklen Seite der Macht verfallen. Unter der Führung von Revan und Malak versuchen sie ein neues Imperium der Sith aufzubauen und zetteln einen Krieg mit der Republik an. Revan wurde besiegt und nun herrscht Malak, der hinter einer bestimmten Jedi her ist. Hier stößt man dann selbst dazu, als der Raumkreuzer auf dem sie ihren Dienst tun von Malaks Flotte angegriffen wird, da sich die gesuchte Jedi, Bastila, auf dem Schiff befindet. Zusammen mit einem Helden aus dem mandolarianischen Krieg gelingt ihnen die Flucht auf den Planeten Taris, wo das eigentliche Abenteuer beginnt.
Im Zuge des Abenteuers erfahren sie, dass sie Revan waren und die Jedi nach Revans Niederlage, ihr Gedächtnis getilgt haben und zum Schluss haben sie eben die Qual der Wahl zerstöre ich das Universum als wieder auferstandener Sith oder rette ich die Republik als geläuterter Jedi.
Ein weiterer Grund sind die sehr gut gestalteten NPCs, die alle auch eine Geschichte haben, welche man in Gesprächen herauskitzeln kann. Ebenso lässt sich mit dem einem oder anderen NPC eine Romantische Beziehung aufbauen.
Die Grafik ist natürlich auch hervorragend und obwohl schon älter, immer noch sehr gut in meinen Augen.
Ebenfalls gefällt mir, dass man erstmal als Normalo anfängt und später erst Jedi wird. Nicht wie im zweiten Teil, wo man schon von Anfang an einen Jedi spielt.
Ich kann es also jedem nur empfehlen diese Spiel sich mal irgendwo zu besorgen und es zu spielen, sei es nun auf der alten X-Box oder auf dem PC.
Sonntag, 14. Juni 2009
Star Wars Galaxies - Die Geschichte von Umiko Amagi (2)
Kapitel 2
17 BBY
Die letzten Jahre waren hart für Makoto und Umiko. Vor allem für Makoto. Sie versuchte so gut es ging ihr Leben in Prostitution vor Umiko zu verbergen und ihr so weit möglich ein normales Leben zu ermöglichen. Jedoch musste sich Makoto langsam einer bitteren Wahrheit stellen. Bei ihrem letzten Arztbesuch wurde eine tödliche Krankheit bei ihr festgestellt, sie war heilbar, aber dazu müsste sie sämtliche Ersparnisse, die sie für Umiko angelegt hatte, aufbrauchen. Zum ersten Mal seit Yuchiros Trunksucht fühlte sie sich wieder vollkommen hilflos. Sie konnte Leben und dafür ihre Tochter eventuell zu einem ähnlichen Schicksal verdonnern oder sie nutzte die verbleibende Zeit für Umiko vorzusorgen. Beides war schwer. Sollte sie bei letzterem nicht erfolgreich sein, würde ihrer Tochter das gleiche Schicksal blühen wie ihr. Sie versuchte ihre Tränen zurückzuhalten vor allem wenn Umiko zu hause war, sie wollte stark sein.
Kurz bevor sie jedoch den Entschluss fasste an die Ersparnisse zu gehen, musste irgendeine Kraft zu wirken beginnen. Makoto war gerade dabei das Abendessen zu kochen, als aus dem Wohnzimmer Umiko weinte. Hastig schaltete sie die Kocheinheit aus und lief in das angrenzende Zimmer. Umiko lag rücklings auf dem Boden. Einige alte Taschen und kleinere Schachteln waren um sie herum auf dem Boden verteilt, ein Stuhl lag umgekippt vorm Regal. „Ist ja gut, Kleines“, sagte Makoto und nahm ihre Tochter in den Arm. „Was wolltest du den machen?“
Umiko schniefte. „Ich wollte … schauen was in den Taschen und Kisten ist und dann … und dann … und dann ist der Stuhl umgekippt … und …“ Makoto versicherte sich, dass Umiko auch wirklich nicht verletzt war, bevor sie sagte: „Ist noch alles heil. Also halb so wild. Aber das nächste Mal rufst du mich, wenn du etwas willst wofür du auf einen Stuhl klettern müsstest. Haben wir uns da verstanden kleine Lady?“ Umiko nickte und folgte ihrer Mutter in die Küche, wo sie gemeinsam erst das Abendessen fertig zubereiteten und aßen, bevor Makoto, dann das Chaos im Wohnzimmer aufräumte. In den Taschen und Kisten waren ihre Erinnerungsstücke. Erinnerungen an bessere Zeiten. Holos von ihrer Hochzeit. Ein paar Holokopien ihrer alten Familienholos vor der Hochzeit, die sie aus dem Holonetz bekommen hatte, Umikos erster Schnuller, der erste Latz und noch soviel mehr Erinnerungsstücke. Auch darunter war ein Datapad, welches Makoto überhaupt nicht zuordnen konnte. Wann hatten sie etwas anderes als Holos aufgenommen. Eine Kamera für Holofilme hatten sie nie besessen. Daher entschloss sie sich, nach dem Umiko im Bett war, sich die Disk mal anzuschauen. Sie schob die Disk in das Wiedergabegerät, es brauchte etwas, bis es die Nachricht wiedergeben konnte, dann jedoch blickte sie in das Gesicht ihres Bruders Katsuhiko.
„Hallo Schwesterlein. Ich stimme zwar dem Alten nicht gerne zu, aber diesmal hat er Recht. Dein Geliebter hat zwar ernsthaft Gefühle für dich, aber er ist auch deutlich sichtbar hinter der Knete her, die er sich aus eurer Ehe verspricht. Dies interessiert dich wahrscheinlich herzlich wenig, denn du bist in gewisser Weise mir doch ähnlich. Hast genau den gleichen Dickschädel. Von daher sehe ich es kommen, dass du irgendwann Hilfe gebrauchen könntest. Während dich der Rest unser Familie im Stich lassen wird, möchte ich dir sagen, dass du mich jeder Zeit rufen kannst. Auf dieser Disk ist noch eine einfache Textdatei angehängt, in dieser Datei findest du Informationen, wie du mit mir Kontakt aufnehmen kannst. Sayonara, Nee-Chan.“
Das Wiederentdecken dieser Disk war für Makoto die Rettung.
Aidan Galahan saß in seinem Büro und betrachtete sich ein paar Bilder von Umiko. Sie war ein exotisches kleines Mädchen stellte er fest. Obwohl sowohl ihre Mutter wie auch ihr Vater schwarze Haare und braune Augen hatten, waren die Haare des Mädchens rot und ihre Augen blauviolett. In Gedanken ging er durch, was er an ihr verdienen konnte und ab wann er etwas mit ihr verdienen konnte.
„Boss, Boss!“ rief irgendeiner seiner Leute und er hörte wie jemand die Metallstufen zu seinem Büro eiligen Schrittes herauf kam und die Tür aufstieß. „Boss, unten ist jemand der mit dir ein Geschäft machen will. Hat aber keinen Termin, hab ihm gesacht er soll verschwinden, will aber ned abhauen. Soll ich dich Jungs holen und ihn rauswerfen?“ plapperte der Schurke los. „Kamera 5“, antwortete Aidan nur und wandte sich dem Monitor zu. Auf dem Bild erblickte er einen Zabrak. Elegant gekleidet, seine Kopfhörner sorgfältig gepflegt, die Haare abrasiert. Links und rechts von ihm zwei gammoreanerische Leibwächter. Aidan mochte diese schweineartigen Aliens überhaupt nicht. Groß, stark, dumm und hässlich. „ Ich rede mit ihm, es kostet einfach zu viel sie rauszuschmeißen“, meinte er und erhob sich.
Unten im Barraum ging er direkt auf den Zabrak zu, dieser hielt seine zwei Leibwächter zurück und nickte ihm zu. „Was kann ich für sie tun, Mister?“ fragte Aidan ohne große Höflichkeit. „Ich hörte ihnen gehört dieses Etablissement. Ich suche ganz bestimmte Freuden“, antwortete der Zabrak.
„Wenn es euch nach einem unserer Mädchen dürstet, hätte ihr auch mit dem Keep sprechen können. Leider haben wir keine Zabrakmädels aktuell, wenn es das ist warum ihr mit mir sprechen wollt.“
„Eure Auswahl ist gut, aber sie ist mir zu alt und ich erblickte die letzten Tage einen vorzüglichen Leckerbissen, wie er in einem euerer Wohnblocks verschwand. Ein Mädchen mit wunderschönem rotem Haar, genau im richtigen Alter. Wenn ihr sie mir besorgen könnt, werde ich euch reichlich entlohnen.“ Der Zabrak leckte sich dabei hungrig die Lippen, als würde er jeden Moment einen saftigen Braten vorgesetzt bekommen.
„Wie viel ist für euch reichlich? 300, 400 Creds die Nacht?“
„Aber, aber, Mr. Galahan. Ich rede nicht von Nächten. Ich will ihn besitzen und bin bereit 500.000.- Credits zu bezahlen.“ Als der Zabrak diese Summe nannte, fiel Aidan schier von seinem Stuhl, auf den er sich mittlerweile gesetzt hatte. Fasste sich jedoch recht schnell wieder. „Sie werden hoffentlich verstehen, dass ich bevor den Handel abschließen können, erst noch verschiedene Dinge erledigen muss. Welche durchaus noch einige Zeit beanspruchen können.“
„Selbstverständlich verstehe ich das, Mr. Galahan. Ich werde noch eine ganze Weile hier in Nuba City verweilen. Sie können mich Royal Palace Hotel unter dem Namen Nop Sang erreichen. Ich freue mich schon von ihnen zu hören.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich der Zabrak. Aidan konnte es immer noch nicht fassen. Ein Wink des Schicksals oder etwas Ähnliches musste es sein. Bei der Summe stand außer Frage, dass er die Göre verkaufen würde. Er musste nur irgendwie die Mutter loswerden oder ausschalten. Töten kam dabei erstmal nicht in Frage, sie brachte dazu zuviel Kohle ein. Es würde einen guten Plan brauchen und einige Monate Zeit.
Monate später
Anfang 16 BBY
Es war ein verregneter Tag. Umiko eilte von der Schule nach Hause. Doch irgendwas stimmte nicht als sie sich ihrem zu Hause näherte. Eine schlimme Vorahnung traf sie einige Blocks von zu Hause entfernt. Diese Vorahnung ließ das 8-jährige Mädchen noch schneller rennen. Sie erreichte das Wohnhaus gerade in dem Moment wo aus dem Regen ein Gewitter wurde. Sie hastete die Treppen hoch. Sie hatte Angst, sie wollte zu ihrer Mutter. Als sie die Wohnungstür erreichte, hörte sie Stimmen. „So wie es aussieht war irgendjemand schneller als wir, Jeefs.“
„Das wird dem Boss ned gefallen. Wir sollten sie nicht umbringen, Mann. Jeefs, was machen wir jetzt?“
„Was sollen wir machen? Wir haben keine andere Wahl als dem Boss zu sagen, dass jemand eines seiner Mädchen umgebracht hat. Und jetzt sucht nach der Kleinen, sie ist am wichtigsten. Wenn wir sie nicht mitbringen, sind wir definitiv einen Kopf kürzer.“
„Ich glaub, ich hab sie schon gefunden, Jeefs.“ Die drei Männer drehten sich zu Umiko welche in der Tür stand und zwanghaft versuchte ihre Tränen zurückzuhalten. Hinter den drei Männern auf der Couch saß ihre Mutter regungslos. Ihr Blick war leer zur Decke gerichtet und ein schwarzer verbrannter Fleck gab Aufschluss darüber wieso. Eigentlich sollte Umiko weglaufen, aber ihre Beine versagten den Dienst und sie sank auf die Knie, während die drei Männer immer näher kamen.
„Wenigstens sieht sie so als wäre noch alles an ihr dran“, meinte der Kerl, den die anderen beiden Jeefs nannten. „Fesselt sie, damit wir noch unsere Belohnung in der Bude suchen können. Irgendwas von Wert wird sich bestimmt noch finden lassen, bevor wir zum Boss zurückkehren.“
Langsam ging Katsuhiko durch das Treppenhaus und näherte sich der Wohnung seiner Schwester. Sein Blaster saß locker im Holster, er wusste er würde ihn benutzen müssen. Die Tür zu ihrer Wohnung war offen und er hörte leise wie jemand die Wohnung durchsuchte. Als er an der Wohnung angekommen war und durch die offene Tür blickte sah er die drei Gangster. Sie waren gerade dabei gehen zu wollen. Einer hatte einen Rucksack mit Wertgegenständen über die Schulter geworfen. Der zweite nahm gerade Umiko und der letzte blickte sich noch mal kurz um, ob sie auch nichts vergessen hatten. „Lass deine Finger von dem Mädchen und bei drei seit ihr von hier verschwunden!“ befahl Katsuhiko den Gaunern und legte die Hand auf seinen Blaster, während er die Tür frei machte.
„Drei zu eins? Bist ganz schön mutig, Bursche“, höhnte Jeefs.
„Eins!“
„Du bist dir wohl nicht im Klaren mit wem du dich hier anlegst.“
„Zwei!“
„Wir sollten ihm vielleicht zeigen, wer der stärkere von uns ist, Jeefs?“
„Ganz recht, legen wir ihn um, dann haben wir auch noch den Schuldigen für den Tod von der Hübschen“, lachte Jeefs.
„Drei!“ Ohne weiteres zog Katsuhiko seinen Blaster und schoss. Jeefs schrie auf und fiel zu Boden mit einem Loch im Kopf. Es folgte ein weiterer Schuss und der Schurke mit dem Diebesgut fiel tot zu Boden. Ein letzter Schuss ließ den letztern zu Boden sinken. Dieser lebte jedoch noch. Katsuhiko hatte absichtlich auf das Knie gezielt. „Hör zu, wenn du bei deinem Boss bist richte ihm aus, dass wenn er sich noch mal am Kinderhandel beteiligen sollte, wird er so tot sein, wie deine zwei Kameraden. Haben wir uns verstanden? Ja, gut, dann verpiss dich von hier.“ Dies ließ sich der Schurke nicht zweimal sagen und humpelte so schnell es ging davon.
Für Umiko war dies alles zuviel gewesen, mittlerweile und war ohnmächtig geworden. Katsuhiko schnitt die Fessel los und trug sie Huckepack davon. Er brauchte nicht mehr mitzunehmen, denn die Ersparnisse für Umiko, ihre Kleidung und ein paar Spielsachen und Bücher hatte er schon bei seinem ersten Besuch bereits mitgenommen. Ein letztes Mal blickte er auf seine tote Schwester und verließ dann die Wohnung.
17 BBY
Die letzten Jahre waren hart für Makoto und Umiko. Vor allem für Makoto. Sie versuchte so gut es ging ihr Leben in Prostitution vor Umiko zu verbergen und ihr so weit möglich ein normales Leben zu ermöglichen. Jedoch musste sich Makoto langsam einer bitteren Wahrheit stellen. Bei ihrem letzten Arztbesuch wurde eine tödliche Krankheit bei ihr festgestellt, sie war heilbar, aber dazu müsste sie sämtliche Ersparnisse, die sie für Umiko angelegt hatte, aufbrauchen. Zum ersten Mal seit Yuchiros Trunksucht fühlte sie sich wieder vollkommen hilflos. Sie konnte Leben und dafür ihre Tochter eventuell zu einem ähnlichen Schicksal verdonnern oder sie nutzte die verbleibende Zeit für Umiko vorzusorgen. Beides war schwer. Sollte sie bei letzterem nicht erfolgreich sein, würde ihrer Tochter das gleiche Schicksal blühen wie ihr. Sie versuchte ihre Tränen zurückzuhalten vor allem wenn Umiko zu hause war, sie wollte stark sein.
Kurz bevor sie jedoch den Entschluss fasste an die Ersparnisse zu gehen, musste irgendeine Kraft zu wirken beginnen. Makoto war gerade dabei das Abendessen zu kochen, als aus dem Wohnzimmer Umiko weinte. Hastig schaltete sie die Kocheinheit aus und lief in das angrenzende Zimmer. Umiko lag rücklings auf dem Boden. Einige alte Taschen und kleinere Schachteln waren um sie herum auf dem Boden verteilt, ein Stuhl lag umgekippt vorm Regal. „Ist ja gut, Kleines“, sagte Makoto und nahm ihre Tochter in den Arm. „Was wolltest du den machen?“
Umiko schniefte. „Ich wollte … schauen was in den Taschen und Kisten ist und dann … und dann … und dann ist der Stuhl umgekippt … und …“ Makoto versicherte sich, dass Umiko auch wirklich nicht verletzt war, bevor sie sagte: „Ist noch alles heil. Also halb so wild. Aber das nächste Mal rufst du mich, wenn du etwas willst wofür du auf einen Stuhl klettern müsstest. Haben wir uns da verstanden kleine Lady?“ Umiko nickte und folgte ihrer Mutter in die Küche, wo sie gemeinsam erst das Abendessen fertig zubereiteten und aßen, bevor Makoto, dann das Chaos im Wohnzimmer aufräumte. In den Taschen und Kisten waren ihre Erinnerungsstücke. Erinnerungen an bessere Zeiten. Holos von ihrer Hochzeit. Ein paar Holokopien ihrer alten Familienholos vor der Hochzeit, die sie aus dem Holonetz bekommen hatte, Umikos erster Schnuller, der erste Latz und noch soviel mehr Erinnerungsstücke. Auch darunter war ein Datapad, welches Makoto überhaupt nicht zuordnen konnte. Wann hatten sie etwas anderes als Holos aufgenommen. Eine Kamera für Holofilme hatten sie nie besessen. Daher entschloss sie sich, nach dem Umiko im Bett war, sich die Disk mal anzuschauen. Sie schob die Disk in das Wiedergabegerät, es brauchte etwas, bis es die Nachricht wiedergeben konnte, dann jedoch blickte sie in das Gesicht ihres Bruders Katsuhiko.
„Hallo Schwesterlein. Ich stimme zwar dem Alten nicht gerne zu, aber diesmal hat er Recht. Dein Geliebter hat zwar ernsthaft Gefühle für dich, aber er ist auch deutlich sichtbar hinter der Knete her, die er sich aus eurer Ehe verspricht. Dies interessiert dich wahrscheinlich herzlich wenig, denn du bist in gewisser Weise mir doch ähnlich. Hast genau den gleichen Dickschädel. Von daher sehe ich es kommen, dass du irgendwann Hilfe gebrauchen könntest. Während dich der Rest unser Familie im Stich lassen wird, möchte ich dir sagen, dass du mich jeder Zeit rufen kannst. Auf dieser Disk ist noch eine einfache Textdatei angehängt, in dieser Datei findest du Informationen, wie du mit mir Kontakt aufnehmen kannst. Sayonara, Nee-Chan.“
Das Wiederentdecken dieser Disk war für Makoto die Rettung.
Aidan Galahan saß in seinem Büro und betrachtete sich ein paar Bilder von Umiko. Sie war ein exotisches kleines Mädchen stellte er fest. Obwohl sowohl ihre Mutter wie auch ihr Vater schwarze Haare und braune Augen hatten, waren die Haare des Mädchens rot und ihre Augen blauviolett. In Gedanken ging er durch, was er an ihr verdienen konnte und ab wann er etwas mit ihr verdienen konnte.
„Boss, Boss!“ rief irgendeiner seiner Leute und er hörte wie jemand die Metallstufen zu seinem Büro eiligen Schrittes herauf kam und die Tür aufstieß. „Boss, unten ist jemand der mit dir ein Geschäft machen will. Hat aber keinen Termin, hab ihm gesacht er soll verschwinden, will aber ned abhauen. Soll ich dich Jungs holen und ihn rauswerfen?“ plapperte der Schurke los. „Kamera 5“, antwortete Aidan nur und wandte sich dem Monitor zu. Auf dem Bild erblickte er einen Zabrak. Elegant gekleidet, seine Kopfhörner sorgfältig gepflegt, die Haare abrasiert. Links und rechts von ihm zwei gammoreanerische Leibwächter. Aidan mochte diese schweineartigen Aliens überhaupt nicht. Groß, stark, dumm und hässlich. „ Ich rede mit ihm, es kostet einfach zu viel sie rauszuschmeißen“, meinte er und erhob sich.
Unten im Barraum ging er direkt auf den Zabrak zu, dieser hielt seine zwei Leibwächter zurück und nickte ihm zu. „Was kann ich für sie tun, Mister?“ fragte Aidan ohne große Höflichkeit. „Ich hörte ihnen gehört dieses Etablissement. Ich suche ganz bestimmte Freuden“, antwortete der Zabrak.
„Wenn es euch nach einem unserer Mädchen dürstet, hätte ihr auch mit dem Keep sprechen können. Leider haben wir keine Zabrakmädels aktuell, wenn es das ist warum ihr mit mir sprechen wollt.“
„Eure Auswahl ist gut, aber sie ist mir zu alt und ich erblickte die letzten Tage einen vorzüglichen Leckerbissen, wie er in einem euerer Wohnblocks verschwand. Ein Mädchen mit wunderschönem rotem Haar, genau im richtigen Alter. Wenn ihr sie mir besorgen könnt, werde ich euch reichlich entlohnen.“ Der Zabrak leckte sich dabei hungrig die Lippen, als würde er jeden Moment einen saftigen Braten vorgesetzt bekommen.
„Wie viel ist für euch reichlich? 300, 400 Creds die Nacht?“
„Aber, aber, Mr. Galahan. Ich rede nicht von Nächten. Ich will ihn besitzen und bin bereit 500.000.- Credits zu bezahlen.“ Als der Zabrak diese Summe nannte, fiel Aidan schier von seinem Stuhl, auf den er sich mittlerweile gesetzt hatte. Fasste sich jedoch recht schnell wieder. „Sie werden hoffentlich verstehen, dass ich bevor den Handel abschließen können, erst noch verschiedene Dinge erledigen muss. Welche durchaus noch einige Zeit beanspruchen können.“
„Selbstverständlich verstehe ich das, Mr. Galahan. Ich werde noch eine ganze Weile hier in Nuba City verweilen. Sie können mich Royal Palace Hotel unter dem Namen Nop Sang erreichen. Ich freue mich schon von ihnen zu hören.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich der Zabrak. Aidan konnte es immer noch nicht fassen. Ein Wink des Schicksals oder etwas Ähnliches musste es sein. Bei der Summe stand außer Frage, dass er die Göre verkaufen würde. Er musste nur irgendwie die Mutter loswerden oder ausschalten. Töten kam dabei erstmal nicht in Frage, sie brachte dazu zuviel Kohle ein. Es würde einen guten Plan brauchen und einige Monate Zeit.
Monate später
Anfang 16 BBY
Es war ein verregneter Tag. Umiko eilte von der Schule nach Hause. Doch irgendwas stimmte nicht als sie sich ihrem zu Hause näherte. Eine schlimme Vorahnung traf sie einige Blocks von zu Hause entfernt. Diese Vorahnung ließ das 8-jährige Mädchen noch schneller rennen. Sie erreichte das Wohnhaus gerade in dem Moment wo aus dem Regen ein Gewitter wurde. Sie hastete die Treppen hoch. Sie hatte Angst, sie wollte zu ihrer Mutter. Als sie die Wohnungstür erreichte, hörte sie Stimmen. „So wie es aussieht war irgendjemand schneller als wir, Jeefs.“
„Das wird dem Boss ned gefallen. Wir sollten sie nicht umbringen, Mann. Jeefs, was machen wir jetzt?“
„Was sollen wir machen? Wir haben keine andere Wahl als dem Boss zu sagen, dass jemand eines seiner Mädchen umgebracht hat. Und jetzt sucht nach der Kleinen, sie ist am wichtigsten. Wenn wir sie nicht mitbringen, sind wir definitiv einen Kopf kürzer.“
„Ich glaub, ich hab sie schon gefunden, Jeefs.“ Die drei Männer drehten sich zu Umiko welche in der Tür stand und zwanghaft versuchte ihre Tränen zurückzuhalten. Hinter den drei Männern auf der Couch saß ihre Mutter regungslos. Ihr Blick war leer zur Decke gerichtet und ein schwarzer verbrannter Fleck gab Aufschluss darüber wieso. Eigentlich sollte Umiko weglaufen, aber ihre Beine versagten den Dienst und sie sank auf die Knie, während die drei Männer immer näher kamen.
„Wenigstens sieht sie so als wäre noch alles an ihr dran“, meinte der Kerl, den die anderen beiden Jeefs nannten. „Fesselt sie, damit wir noch unsere Belohnung in der Bude suchen können. Irgendwas von Wert wird sich bestimmt noch finden lassen, bevor wir zum Boss zurückkehren.“
Langsam ging Katsuhiko durch das Treppenhaus und näherte sich der Wohnung seiner Schwester. Sein Blaster saß locker im Holster, er wusste er würde ihn benutzen müssen. Die Tür zu ihrer Wohnung war offen und er hörte leise wie jemand die Wohnung durchsuchte. Als er an der Wohnung angekommen war und durch die offene Tür blickte sah er die drei Gangster. Sie waren gerade dabei gehen zu wollen. Einer hatte einen Rucksack mit Wertgegenständen über die Schulter geworfen. Der zweite nahm gerade Umiko und der letzte blickte sich noch mal kurz um, ob sie auch nichts vergessen hatten. „Lass deine Finger von dem Mädchen und bei drei seit ihr von hier verschwunden!“ befahl Katsuhiko den Gaunern und legte die Hand auf seinen Blaster, während er die Tür frei machte.
„Drei zu eins? Bist ganz schön mutig, Bursche“, höhnte Jeefs.
„Eins!“
„Du bist dir wohl nicht im Klaren mit wem du dich hier anlegst.“
„Zwei!“
„Wir sollten ihm vielleicht zeigen, wer der stärkere von uns ist, Jeefs?“
„Ganz recht, legen wir ihn um, dann haben wir auch noch den Schuldigen für den Tod von der Hübschen“, lachte Jeefs.
„Drei!“ Ohne weiteres zog Katsuhiko seinen Blaster und schoss. Jeefs schrie auf und fiel zu Boden mit einem Loch im Kopf. Es folgte ein weiterer Schuss und der Schurke mit dem Diebesgut fiel tot zu Boden. Ein letzter Schuss ließ den letztern zu Boden sinken. Dieser lebte jedoch noch. Katsuhiko hatte absichtlich auf das Knie gezielt. „Hör zu, wenn du bei deinem Boss bist richte ihm aus, dass wenn er sich noch mal am Kinderhandel beteiligen sollte, wird er so tot sein, wie deine zwei Kameraden. Haben wir uns verstanden? Ja, gut, dann verpiss dich von hier.“ Dies ließ sich der Schurke nicht zweimal sagen und humpelte so schnell es ging davon.
Für Umiko war dies alles zuviel gewesen, mittlerweile und war ohnmächtig geworden. Katsuhiko schnitt die Fessel los und trug sie Huckepack davon. Er brauchte nicht mehr mitzunehmen, denn die Ersparnisse für Umiko, ihre Kleidung und ein paar Spielsachen und Bücher hatte er schon bei seinem ersten Besuch bereits mitgenommen. Ein letztes Mal blickte er auf seine tote Schwester und verließ dann die Wohnung.
Star Wars Galaxies - Die Geschichte von Umiko Amagi (1)
Kapitel 1
31 BBY – 23 BBY
Makoto Tarachi verließ das Bürogebäude von Tarachi Industries eiligen Schrittes. Sie hatte mal wieder Streit mit ihrem Vater bezüglich ihres Verlobten Yuchiro Amagi. Sie hatte versucht ein letztes Mal seine Zustimmung zu bekommen, aber er war so stur wie immer. Yuchiro war ein einfacher Farmer und zwischen ihnen beide hatte es bei einem Verkaufsgespräch sofort irgendwie gefunkt. Die Herkunft von Yuchiro war genau der Grund, was ihrem Vater an ihm nicht gefiel. Die Familie Tarachi zählte mit zu den reichsten und angesehensten Familien auf Nubia und daher fand ihr Vater, dass die Ehe mit einem einfachen Bauern nur schädlich für das Familieansehen wäre.
Noch immer halten die letzten Worte ihres Vaters in ihren Ohren wieder: „Wenn du diesen Kerl heiratest, erfährst du das gleiche Schicksal wie er, welcher nicht mehr unser ist!“ Damit hatte ihr Vater auf ihren ältern Bruder Katsuhiko angesprochen. Er wurde von der Familie verstoßen und niemand durfte mehr seinen Namen sagen oder auch nur als Teil der Familie bezeichnen. Um ihren Kopf erstmal freizubekommen fuhr sie mit ihrem Speeder zu ihrem Lieblingscafé und gönnte sich erstmal einen schönen Eisbecher und eine Tasse Caf.
Währenddessen überlegte sie trotzdem noch, wie sie ihren Vater umstimmen konnte. Leider waren alle Möglichkeiten irgendwie verbaut. Ihr Großvater war immer noch nachtragend darüber, dass sie seinen ausgewählten Ehemann für sie ausgeschlagen hatte. Ihre Mutter hielt sich in solchen Dingen immer zurück oder stärkte die Haltung ihres Mannes. Ihre Geschwister hatten zu viel Angst vor ihrem Vater, als dass sie ihr den Rücken stärken würde. Damit waren ihre Optionen am Ende. Niemand sonst konnte noch auf ihren Vater in dieser Angelegenheit Einfluss nehmen. Es war zum Verzweifeln.
„Wenn du mich fragst, solltest du ihn nicht heiraten“, sagte eine fremde Stimme und jemand setzte sich zu Makoto an den Tisch. Sie blickte auf und sah einen vollkommen fremden Mann. Er sah nicht gerade aus als könnte man ihm Vertrauen. Er war mindestens 1,90m groß, kurzes weißblondes Haar, offensichtlich gefärbt, über dem linken Auge, eine Augenklappe, das andere durch eine Kontaktlinse grün gefärbt. „Außerdem solltest du nicht soviel von diesen Eisbechern essen, sonst wirst du noch zu fett“, meinte der Fremde und streckte ihr neckend die Zunge heraus.
„Entschuldigen sie, aber was fällt ihnen so mit mir zu reden. Wer sind sie überhaupt?“ Makoto war empört, aber der Fremde ließ sich nicht beirren und spielte einfach sein Spiel weiter. „Es ist zwar selten, dass ich mit dem Alten einer Meinung bin, aber diesmal hat er Recht. Dein Lover ist hoch verschuldet und hofft durch dich wieder Luft zu kriegen. Ich kenn dich aber auch gut genug, dass du ihn trotzdem zum Traualter begleitest. Also bleibt mir nur zu sagen, du bist nicht allein.“ Mit diesen Worten legte der Fremde einfach ein Datapad auf den Tisch, stand auf und ging. Erst als er außer Sichtweite kam, dämmerte es Makoto, dass sie gerade mit ihrem Bruder gesprochen hatte. Sie steckte das Datapad ein und kehrte wieder zu ihren Überlegungen zurück. Sie war Klug genug, nicht ihrem Bruder hinterher zu rennen. Es wäre für beide nur schädlich.
Zwei Monate später war es dann endlich soweit, Makoto und Yuchiro heirateten. Wie angekündigt hatte Makotos Vater sie aus der Familie geworfen. Sie hatte nur noch ein paar Sachen mitnehmen dürfen, was ihre persönlichen Gegenstände und Kleidung waren. Familienholos durfte sie keine behalten, sie wurde auch von allen anderen gelöscht. In ein paar Jahren würde auch der letzte Rest ihrer Existenz in der Familie beseitigt sein. Ihr Firmenkonto und das Anlagenkonto, welches von ihrem Vater angelegt worden war, waren gesperrt und gelöscht worden. Von ihrem normalen Konto hatte ihr Vater Miete und Verpflegung eingetrieben, so dass Makoto nur noch ein kleiner finanzieller Rest blieb. In ihrem Liebesglück störte es das junge Paar kaum. Sie lebten glücklich und arbeiteten hart. Zusammen schien die Last von Yuchiros Kreditschulden, welche er zur Rettung seines Hofes aufgenommen hatte, nicht mehr so schwer. Gemeinsam konnte sogar ein kleinwenig Gewinn zu erwirtschaften. Es genügte jedoch nicht.
Nach rund drei Jahren zeichnete sich ab, dass sie zu wenig Umsatz machten, um noch Gewinn zu erwirtschaften. Es würde nicht reichen alle Kredite zu bezahlen und für Yuchiro war es ein Alptraum nur daran zu denken, seine Farm zu verkaufen. Jene Farm welche schon zu Kolonialzeiten seiner Familie gehört hatte. Ohne seiner Frau etwas zu sagen, machte er einen verzweifelten törichten Schritt. Er besorgte sich Geld über zweifelhafte Kanäle. Als er realisierte was für einen Pakt er geschlossene hatte, zog er sich in die Welt von Alkohol und Drogen zurück, anstelle mit Makoto darüber zu reden, welche nur verzweifelt zusehen konnte wie ihr Liebster sein Leben wegwarf. Dabei ging es doch gerade bergauf, waren dabei ihre Gedanken. Sie versuchte alles Mögliche um ihren Mann wieder zu dem Mann zu machen, den sie geheiratet hatte. Es ging nach hinten los. Der Alkohol und die Drogen machte Yuchiro gewalttätig und aggressiv. Er schlug Makoto zwar nie, aber er beschimpfte sie und lud all seine Schuld auf ihr ab, weil sie wegen der Hochzeit aus ihrer Familie verbannt worden war und deshalb all seine Zukunftspläne zerstört worden waren. An guten Tagen saß er nur verkrampft in einer Ecke und weinte vor Verzweiflung. Über seinen Suff vergas er auch sich um den Hof zu kümmern und Makoto alleine schaffte es nicht alles zu tun, somit ging auch der Hof langsam zu Grunde. Als Folge davon ging auch der Umsatz stärker zurück, denn niemand kaufte bei einem der all sein Geld gleich wieder versoff und niemand wollte einem Säufer irgendwie helfen. Dadurch wurde es auch immer schwerer für Yuchiro seine Schuldner zu bezahlen.
Richtig schlimm wurde es jedoch erst als Makoto ihm nach sieben Jahren mitteilte, dass sie Schwanger war. Für Yuchiro bedeutete es das Ende. Er wusste nicht mehr wie er das alles bezahlen sollte. Frau, Kind, Hof und Alkohol, das war einfach zuviel. Für Makoto war eigentlich klar, dass sie nur noch eine Zukunft hatten, wenn sie den Hof verkaufen würden, aber auf diesem Ohr war Yuchiro taub und als sie einmal ausgesprochen hatte, hätte er sie beinahe geschlagen in seinem Suff, konnte sich jedoch noch rechtzeitig fangen. Er wäre wohl komplett daran zerbrochen, wenn er tatsächlich zugeschlagen hätte. Es wurde jedoch noch schlimmer als Umiko geboren war und es gab an und für sich nur noch eine Lösung, aber Makoto brachte es nicht übers Herz ihren Mann zu verlassen. Außerdem zu wem hätte sie gehen können. Ihre Familie wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben, ihre Freunde hatten sich durch Yuchiros Trinkerei abschrecken lassen und ihnen den Rücken gekehrt. Das Datapad welches sie von ihrem Bruder vor einigen Jahren bekommen hatte, war in Vergessenheit geraten.
Zwei Jahre schleppten sie sich noch irgendwie durch. Es war kein angenehmes Leben mehr. Und dann forderte der Alkohol Yuchiros Leben und als hätten es seine alten Geschäftspartner geahnt, tauchten sie auch nur wenige Tage später auf, um ihr Geld zu fordern, welches mittlerweile überfällig war. Ein neuer Tiefpunkt begann für Makoto. Erfolglos hatte sie versucht ein paar Tage Aufschub zu bekommen, damit sie die Farm verkaufen konnte, es wurde ihr nicht gewährt. Die Gangster rissen die Farm an sich und zwangen Makoto in die Prostitution, um die Schulden abzuzahlen. Sie konnte nur vom Boss der Bande eine Abmachung herausschlagen, die Umiko vor dem gleichen Schicksal bewahren sollte.
31 BBY – 23 BBY
Makoto Tarachi verließ das Bürogebäude von Tarachi Industries eiligen Schrittes. Sie hatte mal wieder Streit mit ihrem Vater bezüglich ihres Verlobten Yuchiro Amagi. Sie hatte versucht ein letztes Mal seine Zustimmung zu bekommen, aber er war so stur wie immer. Yuchiro war ein einfacher Farmer und zwischen ihnen beide hatte es bei einem Verkaufsgespräch sofort irgendwie gefunkt. Die Herkunft von Yuchiro war genau der Grund, was ihrem Vater an ihm nicht gefiel. Die Familie Tarachi zählte mit zu den reichsten und angesehensten Familien auf Nubia und daher fand ihr Vater, dass die Ehe mit einem einfachen Bauern nur schädlich für das Familieansehen wäre.
Noch immer halten die letzten Worte ihres Vaters in ihren Ohren wieder: „Wenn du diesen Kerl heiratest, erfährst du das gleiche Schicksal wie er, welcher nicht mehr unser ist!“ Damit hatte ihr Vater auf ihren ältern Bruder Katsuhiko angesprochen. Er wurde von der Familie verstoßen und niemand durfte mehr seinen Namen sagen oder auch nur als Teil der Familie bezeichnen. Um ihren Kopf erstmal freizubekommen fuhr sie mit ihrem Speeder zu ihrem Lieblingscafé und gönnte sich erstmal einen schönen Eisbecher und eine Tasse Caf.
Währenddessen überlegte sie trotzdem noch, wie sie ihren Vater umstimmen konnte. Leider waren alle Möglichkeiten irgendwie verbaut. Ihr Großvater war immer noch nachtragend darüber, dass sie seinen ausgewählten Ehemann für sie ausgeschlagen hatte. Ihre Mutter hielt sich in solchen Dingen immer zurück oder stärkte die Haltung ihres Mannes. Ihre Geschwister hatten zu viel Angst vor ihrem Vater, als dass sie ihr den Rücken stärken würde. Damit waren ihre Optionen am Ende. Niemand sonst konnte noch auf ihren Vater in dieser Angelegenheit Einfluss nehmen. Es war zum Verzweifeln.
„Wenn du mich fragst, solltest du ihn nicht heiraten“, sagte eine fremde Stimme und jemand setzte sich zu Makoto an den Tisch. Sie blickte auf und sah einen vollkommen fremden Mann. Er sah nicht gerade aus als könnte man ihm Vertrauen. Er war mindestens 1,90m groß, kurzes weißblondes Haar, offensichtlich gefärbt, über dem linken Auge, eine Augenklappe, das andere durch eine Kontaktlinse grün gefärbt. „Außerdem solltest du nicht soviel von diesen Eisbechern essen, sonst wirst du noch zu fett“, meinte der Fremde und streckte ihr neckend die Zunge heraus.
„Entschuldigen sie, aber was fällt ihnen so mit mir zu reden. Wer sind sie überhaupt?“ Makoto war empört, aber der Fremde ließ sich nicht beirren und spielte einfach sein Spiel weiter. „Es ist zwar selten, dass ich mit dem Alten einer Meinung bin, aber diesmal hat er Recht. Dein Lover ist hoch verschuldet und hofft durch dich wieder Luft zu kriegen. Ich kenn dich aber auch gut genug, dass du ihn trotzdem zum Traualter begleitest. Also bleibt mir nur zu sagen, du bist nicht allein.“ Mit diesen Worten legte der Fremde einfach ein Datapad auf den Tisch, stand auf und ging. Erst als er außer Sichtweite kam, dämmerte es Makoto, dass sie gerade mit ihrem Bruder gesprochen hatte. Sie steckte das Datapad ein und kehrte wieder zu ihren Überlegungen zurück. Sie war Klug genug, nicht ihrem Bruder hinterher zu rennen. Es wäre für beide nur schädlich.
Zwei Monate später war es dann endlich soweit, Makoto und Yuchiro heirateten. Wie angekündigt hatte Makotos Vater sie aus der Familie geworfen. Sie hatte nur noch ein paar Sachen mitnehmen dürfen, was ihre persönlichen Gegenstände und Kleidung waren. Familienholos durfte sie keine behalten, sie wurde auch von allen anderen gelöscht. In ein paar Jahren würde auch der letzte Rest ihrer Existenz in der Familie beseitigt sein. Ihr Firmenkonto und das Anlagenkonto, welches von ihrem Vater angelegt worden war, waren gesperrt und gelöscht worden. Von ihrem normalen Konto hatte ihr Vater Miete und Verpflegung eingetrieben, so dass Makoto nur noch ein kleiner finanzieller Rest blieb. In ihrem Liebesglück störte es das junge Paar kaum. Sie lebten glücklich und arbeiteten hart. Zusammen schien die Last von Yuchiros Kreditschulden, welche er zur Rettung seines Hofes aufgenommen hatte, nicht mehr so schwer. Gemeinsam konnte sogar ein kleinwenig Gewinn zu erwirtschaften. Es genügte jedoch nicht.
Nach rund drei Jahren zeichnete sich ab, dass sie zu wenig Umsatz machten, um noch Gewinn zu erwirtschaften. Es würde nicht reichen alle Kredite zu bezahlen und für Yuchiro war es ein Alptraum nur daran zu denken, seine Farm zu verkaufen. Jene Farm welche schon zu Kolonialzeiten seiner Familie gehört hatte. Ohne seiner Frau etwas zu sagen, machte er einen verzweifelten törichten Schritt. Er besorgte sich Geld über zweifelhafte Kanäle. Als er realisierte was für einen Pakt er geschlossene hatte, zog er sich in die Welt von Alkohol und Drogen zurück, anstelle mit Makoto darüber zu reden, welche nur verzweifelt zusehen konnte wie ihr Liebster sein Leben wegwarf. Dabei ging es doch gerade bergauf, waren dabei ihre Gedanken. Sie versuchte alles Mögliche um ihren Mann wieder zu dem Mann zu machen, den sie geheiratet hatte. Es ging nach hinten los. Der Alkohol und die Drogen machte Yuchiro gewalttätig und aggressiv. Er schlug Makoto zwar nie, aber er beschimpfte sie und lud all seine Schuld auf ihr ab, weil sie wegen der Hochzeit aus ihrer Familie verbannt worden war und deshalb all seine Zukunftspläne zerstört worden waren. An guten Tagen saß er nur verkrampft in einer Ecke und weinte vor Verzweiflung. Über seinen Suff vergas er auch sich um den Hof zu kümmern und Makoto alleine schaffte es nicht alles zu tun, somit ging auch der Hof langsam zu Grunde. Als Folge davon ging auch der Umsatz stärker zurück, denn niemand kaufte bei einem der all sein Geld gleich wieder versoff und niemand wollte einem Säufer irgendwie helfen. Dadurch wurde es auch immer schwerer für Yuchiro seine Schuldner zu bezahlen.
Richtig schlimm wurde es jedoch erst als Makoto ihm nach sieben Jahren mitteilte, dass sie Schwanger war. Für Yuchiro bedeutete es das Ende. Er wusste nicht mehr wie er das alles bezahlen sollte. Frau, Kind, Hof und Alkohol, das war einfach zuviel. Für Makoto war eigentlich klar, dass sie nur noch eine Zukunft hatten, wenn sie den Hof verkaufen würden, aber auf diesem Ohr war Yuchiro taub und als sie einmal ausgesprochen hatte, hätte er sie beinahe geschlagen in seinem Suff, konnte sich jedoch noch rechtzeitig fangen. Er wäre wohl komplett daran zerbrochen, wenn er tatsächlich zugeschlagen hätte. Es wurde jedoch noch schlimmer als Umiko geboren war und es gab an und für sich nur noch eine Lösung, aber Makoto brachte es nicht übers Herz ihren Mann zu verlassen. Außerdem zu wem hätte sie gehen können. Ihre Familie wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben, ihre Freunde hatten sich durch Yuchiros Trinkerei abschrecken lassen und ihnen den Rücken gekehrt. Das Datapad welches sie von ihrem Bruder vor einigen Jahren bekommen hatte, war in Vergessenheit geraten.
Zwei Jahre schleppten sie sich noch irgendwie durch. Es war kein angenehmes Leben mehr. Und dann forderte der Alkohol Yuchiros Leben und als hätten es seine alten Geschäftspartner geahnt, tauchten sie auch nur wenige Tage später auf, um ihr Geld zu fordern, welches mittlerweile überfällig war. Ein neuer Tiefpunkt begann für Makoto. Erfolglos hatte sie versucht ein paar Tage Aufschub zu bekommen, damit sie die Farm verkaufen konnte, es wurde ihr nicht gewährt. Die Gangster rissen die Farm an sich und zwangen Makoto in die Prostitution, um die Schulden abzuzahlen. Sie konnte nur vom Boss der Bande eine Abmachung herausschlagen, die Umiko vor dem gleichen Schicksal bewahren sollte.
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